Wir unterstützen Ihr Unternehmen beim Aufbau einer Prüfmittelverwaltung

  • Vertrieb der Prüf.- und Messmittel - Verwaltungssoftware (QMSOFT der Firma L&W GmbH aus Dresden).
  • Messtechnik-Beratung und Durchführung von Messmittelfähigkeitsuntersuchungen.
  • Ermittlung von Messunsicherheiten nach GUM und VDA 5 für Prüfmittel oder spezielle Prüfprozesse.
  • Beratung bei der Einführung und Umsetzung einer Prüfmittelverwaltung nach DIN 32937.
  • Beratung und Erstellung von Arbeitsanweisung / Prozessbeschreibungen sowie Kalibrieranweisungen im Bereich der Prüfmittelverwaltung.
  • Schulung von Mitarbeitern im Umgang mit Prüf.- und Messmittel.
  • Übernahme von messtechnischen Aufgaben vor Ort für die Messgröße Länge (z.B. Bauteilvermessung), Druck (z.B. Manometer), Drehmoment (z.B.Drehmomentschlüssel, Drehmomentschraubwerkzeuge) und Kraft (z.B. Industrie-Waagen).

 

 

Schraubwerkzeuge

Anforderungen an die Drehmomentwerkzeuge

Eine Produktion mit hohen Qualitätsstandards erfordert fähige Werkzeuge.

Nur kalibrierte Drehmomentschlüssel und nur zertifizierte Schraubwerkzeuge machen einen fähigen Prozess möglich. Alle Drehmomentwerkzeuge müssen auf Werksnormalen kalibriert oder zertifiziert werden, die existierende Normen erfüllen.

Handwerkzeuge wie auslösende Drehmomentschlüssel oder anzeigende Drehmomentschlüssel müssen nach ISO 6789 kalibriert werden.

Schrauber wie Akkuschrauber, pneumatische Werkzeuge, Impulsschrauber und elektronisch gesteuerte Schrauber müssen einen cmk von 1,67 nach ISO 5393 bei 30%, 60% und 100% der Schrauberkapazität erfüllen.

Nachweis der Prozessfähigkeit in der Montage

Um die Prozessfähigkeit eines Schraubprozesses nachzuweisen bedient man sich üblicherweise einer Prozessregelkarte. Hierzu werden im laufenden Fertigungsprozess Stichproben gezogen (üblicherweise 5 Messungen) und diese Messwerte archiviert. Sind hinreichend viele Stichproben vorhanden, werden diese Urwerte statistisch ausgewertet und in einer Regelkarte graphisch dargestellt. Die Prozessfähigkeit (cp, cpk) beschreibt den Toleranzverbrauch sowie die Toleranzlage innerhalb des Fertigungsprozesses.

Übliche Vorgaben für die Fähigkeiten sind Werte von 1,33, 1,67 und auch mittlerweile 2,0.

Ein cp- Wert von 1,67 bedeutet einen Toleranzverbrauch von 60% der zulässigen Prozesstoleranz durch die verschiedenen Einflüsse innerhalb des Prozesses (Werkzeug, Materialien, Handhabung usw.).

Die regelmäßige Überprüfung der Werkzeuge im Fertigungsprozess

Die grundsätzliche Fähigkeit der ausgewählten Werkzeuge für die vorgesehenen Fertigungsprozesse wurde im Auswahl- und Beschaffungsprozess nachgewiesen. Nachfolgend betrachten wir nun die Vorgehensweise für die Werkzeuge, die sich im Fertigungsprozess befinden.

Drehschrauber mit eigener Messtechnik (Überprüfen des Maschinen- Kalibrierwertes). Solche Werkzeuge verfügen über einen eingebauten Sensor und eine dazugehörige Messelektronik (z.B: EC- Schrauber). Diese Messkette muss in geeigneten Abständen auf Einhaltung der zulässigen Messabweichung überprüft werden („dynamische Kalibrierung“, Vergleichsmessung). Hierbei ist auf einen präzisen mechanischen Aufbau zu achten. Die Drehzahl während dieser Messungen soll möglichst klein gewählt werden (20- 50 rpm). Es sollen mindestens 50 Messungen je Stützpunkt gefahren werden. Dies ist keine MFU (Fähigkeit) !!

Prüfen nach erfolgter Reparatur

Nach einer Instandsetzungsmaßnahme sollen Werkzeuge einer regulären Maschinenfähigkeitsuntersuchung unterzogen werden (MFU). Diese Prüfungen erfolgen nach den einschlägigen Vorschriften oder in Anlehnung daran (ISO 6789, VDI 2647 usw.). Als Vorbeugungsmassnahme können solche Prüfungen auch geplant durchgeführt werden.

Einstellen des Werkzeuges auf den konkreten Schraubfall (IFB= In Fähigkeit Bringen)

Vor dem Einsatz des Werkzeuges am Schraubfall muss dieses auf die Bedingungen des Prozesses eingestellt werden und die Maschinenfähigkeit nachgewiesen werden. Hierzu wird die Justage vorgenommen und eine schraustellenbezogene Fähigkeitsprüfung des Werkzeuges durchgeführt (IFB, min. 25 Messungen, cm / cmk).

Regelmäßige Kontrolle des Werkzeuges während des Einsatzes am konkreten Schraubfall (IFH=In Fähigkeit Halten)

Um frühestmöglich eine Fehlfunktion des Werkzeuges zu entdecken, soll das Werkzeug in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Hierbei wird eine regelmäßige schraubstellenbezogene Fähigkeitsprüfung durchgeführt (IFH, min. 5 Messungen). Die Häufigkeit dieser Prüfung wird im Zusammenhang mit den weiteren Maßnahmen zur Prozessabsicherung festgelegt. Neben der Notwendigkeit der Dokumentation solcher Prüfungen aus Qualitäts- und Produkthaftungssicht, ergibt sich aus der Auswertung dieser Prüfungen der zusätzliche Nutzen der vorbeugenden Instandhaltung (Trendbeobachtungen).

Worin besteht der Unterschied zwischen Akkreditierung und Zertifizierung?

Die Akkreditierung nach der EN ISO/IEC 17025 bestätigt dem Prüflabor und der Kalibrierstelle zusätzlich, dass es ein normenkonformes Qualitätsmanagementsystem führt. Umgekehrt wird aber ein nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziertes Prüflabor und Kalibrierstelle mit der Zertifizierung nicht die Kompetenzbestätigung erhalten. Im Folgenden werden die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der Akkreditierung und der Zertifizierung zusammengefasst und verdeutlicht.

Zertifizierung
wird verstanden als das Resultat einer Überwachung durch einen unabhängigen Dritten (z.B. Auditor eines Zertifizierungsanbieters), der die Übereinstimmung der Arbeitsabläufe mit den Kriterien der Güte, mit anerkannten Standards und Normen (z.B. nach DIN-EN-ISO) für einen bestimmten Zeitraum bestätigt. Zertifizierer sind Experten für QM-Systeme, sie prüfen in erster Linie die Strukturqualität.

Akkreditierung
heißt die formelle Anerkennung der Kompetenz einer Einrichtung (z.B. eines Labors) unter der Berücksichtigung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Die hierfür ausgebildeten und von den Fachgesellschaften empfohlenen Fachgutachter bringen neben ihren Kenntnissen über QM-Prozesse und -Systeme ihre dezidierte Fachkenntnis in die Prüfung mit ein.

Akkreditierung = Bestätigung und Anerkennung der technischen Kompetenz
Verfahren, in dem eine massgebliche Stelle formell anerkennt, dass eine Stelle oder Person kompetent ist, bestimmte Aufgaben auszuführen (siehe ISO/IEC 17000).

Zertifizierung = Bestätigung der Erfüllung vorgeschriebener Anforderungen
Verfahren, in dem ein unparteiischer Dritter schriftlich bestätigt, dass ein Erzeugnis, ein Verfahren oder eine Dienstleistung vorgeschriebene Anforderungen erfüllt (siehe ISO/IEC 17000).

Der Unterschied der beiden ähnlich scheinenden Definitionen besteht darin, dass im ersten Fall die formelle Anerkennung der Kompetenz fundierte technische Kenntnisse und damit den Beizug eines Fachexperten für den zu akkreditierenden Bereich erfordert, während es im zweiten Fall vor allem darum geht, die Konformität mit einer Norm festzustellen, z. B. eines Managementsystems oder eines Produktes.

Die Akkreditierung bezieht sich also auf spezifische technische Aufgaben, wie z. B. die eines Prüf- oder Kalibrierlaboratoriums, einer Zertifizierungs- oder Inspektionsstelle, für die spezifische Normen die geforderte Kompetenz festlegen.

 

Prüfmittelverwaltung

PMK-ONLINE

Nach Wunsch stellen wir unseren Kunden Ihre Prüfmitteldaten ONLINE zur Verfügung. Nutzen Sie die Vorteile einer ONLINE Prüfmittelverwaltung !

  • sichere ONLINE Dokumentation für das Audit
  • hohe Verfügbarkeit ohne zusätzlichen Wartungs- und Pflegeaufwand
  • Erinnerungsfunktionen der zur Kalibrierung fälligen Prüfmittel
  • keine zusätzliche Softwareverifizierung
  • integriertes Datensicherheitskonzept mit hoher Verfügbarkeit
  • Standortunabhängiger weltweiter Zugang